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Der Hund –  unser bester Freund
Deshalb sollten wir den Hund auch so behandeln wie wir unseren besten Freund behandeln würden. Oft werden aus Unwissenheit viele Fehler beim Umgang mit dem Hund gemacht.

Dies beginnt schon mit dem Wunsch einen Hund zu besitzen. Leider machen wir uns mehr Gedanken um unseren 2wöchigen Urlaub als um den Kauf eines Hundes. Da wird ein Jagdhund gekauft nur weil er ja soo schön ist und sich dann gewundert, wenn der Hund jagen will. Noch weniger Gedanken wird sich darum gemacht, wie oft der Hund raus muss – egal wie das Wetter ist – egal auch wenn ich selbst krank bin – der Hund muss raus. Und wer versorgt eigentlich den Hund wenn ich mal ins Krankenhaus muss? Bin ich auf für den Hund da, wenn er alt geworden ist, nicht mehr hört oder erblindet ist? Ein Hund mittlerer Größe kann in seinem Leben durchaus Kosten von 10 000 € erzielen. Habe ich dieses Geld und bin ich bereit dies für den Hund zu investieren? Bin ich bereit die nächsten 12 Jahre vielleicht in den Urlaub zu fliegen zu verzichten? Bin ich auch in der Lage, regelmäßig mit meinem Hund mich zu beschäftigen – ihn zu beschäftigen – denn genau das braucht der Hund neben seinem Futter und Gassi gehen. Ein Hund benötigt auch sehr viel Schlaf – durchschnittlich 20 Stunden am Tag. Dagegen steht natürlich, dass ein Hund erst richtig Freude und Treue in unser Leben bringt, dass er dafür sorgt, dass wir fit werden oder bleiben.

Der Sehsinn

Früher ging der Mensch von der Annahme aus, dass Hunde nur Graustufen, "schwarz-weiß" sehen könnten. Nach genaueren Untersuchungen wurde diese Meinung revidiert: Hunde sehen Farben - aber etwas anders als der Mensch.  
Das Auge des Hundes enthält wie bei allen Säugetieren zwei verschiedene Lichtrezeptoren: die einen, die Stäbchen, sind für das Sehen von Graustufen zuständig. Die anderen, Zapfen genannt, für das Sehen von Farben. Die Stäbchen sind sehr viel zahlreicher und benötigen zudem für ein Signal an das Gehirn viel weniger Licht. Die Zapfen sorgen für das Farbensehen, aber nur bei ausreichender Beleuchtung. Das trifft auch auf den Menschen zu: In der Dämmerung sehen auch wir nur in Graustufen. Bei Hunden ist (wie auch bei den meisten anderen Säugetieren, aber nicht beim Menschen) der Augenhintergrund „verspiegelt" (diese Schicht wird Tapetum lucidum genannt), sodass einfallendes Licht vom Hintergrund des Auges reflektiert wird und die Stäbchen so noch einmal trifft. Hunde können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen.

Die Zapfen sind jeweils auf einen bestimmten Spektralbereich spezialisiert, beim Menschen sind es 3 unterschiedliche Rezeptoren, für die Farben Rot, Gelb und Blau, aus deren 3 Farbsignalen das Gehirn den Gesamtfarbeindruck bildet.

Der Hund hat nur 2 unterschiedliche Zapfentypen, die für Gelb und Blau empfindlich sind. Dadurch wird nur ein Teil des menschlichen Farbspektrums abgedeckt: Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht kennt. Das Farbensehen der Hunde ist sogar etwas in Richtung Ultraviolett verschoben, endet aber durch den fehlenden Rot-Rezeptor bei Gelb.


Es gibt aber noch andere, gravierende Unterschiede: Das Hundeauge ist im Bereich 430 nm, dem Blaubereich, am empfindlichsten, das menschliche Auge im Bereich grün/gelb, 550 nm. Die Sehschärfe ist vermutlich geringer als beim Menschen und auf Bewegung optimiert, stillstehende Dinge werden durch das Gehirn unterdrückt, also kaum wahrgenommen. Der Grund dürfte darin liegen dass sich die Beute des Wolfes bewegt, sie wird darum optisch selektiert.


Das Sichtfeld des Hundes ist wesentlich größer als das des Menschen, es beträgt etwa 240 Grad im Gegensatz zu 200 Grad bei Menschen. Der Bereich, in dem Mensch und Hund dreidimensional sehen können, ist mit 120 Grad gleich groß

Hörsinn
Ohr eines Hundes
Das Ohr des Hundes ist hoch entwickelt; es kann höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen, im Idealfall:
Mensch ≈ 20–20.000
Hz, maximale Empfindlichkeit im Bereich zwischen 2000 und 4000 Hz
Hund ≈ 15–50.000 Hz (nach anderen Quellen bis 100.000 Hz), maximale Empfindlichkeit bei 8000 Hz

Die beweglichen  Ohrmuscheln des Hundes lassen ihn Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten, als ein Mensch das könnte. Sie sind neben der Hörfähigkeit wichtig als „Signalgeber" für die optische Kommunikation.

Geruchssinn

Die  Nase, das  lt Riechorgan des Hundes, ist wesentlich empfindlicher als die des Menschen. Hunde zählen zu den  Nasentieren (Makrosmatikern). Grob zu erkennen ist der ausgeprägtere Geruchssinn schon an der Anzahl der  Riechzellen, wobei es zwischen den Hunderassen erhebliche Unterschiede gibt. In etwa kann man sagen: je länger die Hundeschnauze, desto besser das Riechvermögen. So hat der Mensch fünf Millionen Riechzellen, der Dackel 125 Millionen und der Schäferhund 220 Millionen.
Zur Beurteilung der Riechleistung reicht das aber bei weitem nicht aus: Messungen haben ein im Vergleich zum Menschen etwa eine Million Mal besseres Riechvermögen ergeben. Der Hund kann in kurzen Atemzügen bis zu 300 Mal in der Minute atmen, so dass die Riechzellen ständig mit neuen Geruchspartikeln versorgt werden.
Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Gehirn. Hier werden die eintreffenden Daten verarbeitet und ausgewertet. Da die Nase (ähnlich wie beim Sehen) rechts und links differenzieren kann, können Hunde „Stereo" riechen. Auf diese Weise ist der Hund fähig, die Richtung einer Spur zu beurteilen und selbst eine alte Spur zu verfolgen. Das  Riechhirn ist im Vergleich zu dem des Menschen riesig, denn es macht allein zehn Prozent des Hundehirns aus (im Vergleich: ein Prozent beim Menschen). Der Mensch nutzt diese besondere Fähigkeit des Hundes, indem er ihn als Spürhund in vielen Bereichen einsetzt. Hunde „schmecken" Gerüche auch über das  Jacobsonsche Organ (Vomeronasalorgan), das sich im  Gaumen befindet. Dieses transportiert die aufgenommene Information sofort an das  Limbische System. Es ist für die Entstehung von Gefühlen, das Triebverhalten und für die Bildung von  Hormonen verantwortlich. Der Hund speichert Geräuschemuster in seinem Gedächtnis, z.B. Motorgeräusche, Herrchens Gangart, Stimmen etc. Hunde hören instinktiv, was auf Menschen fast telepathisch wirkt.
Hunde sind in der Lage Wasserleichen welche 14 Meter tief im Gewässer treiben von einem Kanu aus mit ihrer Nase zu riechen. Das Gleiche gilt für Lawinensuchhunde oder Rettungshunde bei Erdbeben. Ebenso sind Hunde noch tagelang später  in der Lage eine Fährte aufzunehmen.
Eigentlich sieht der Hund mit der Nase. Die Nase erzeugt ein Geruchsfoto von seiner Erlebniswelt. Der Hund kann Geruchsbilder jahrelang im Gedächtnis speichern. Hunde riechen bis zu 3 km weit. Sie unterscheiden Millionen von Duft - Nuancen.

Unser Umgang mit dem Hund
Bei all den Vorteilen des Hundes gegenüber uns Menschen hat der Hund natürlich auch Nachteile. So ist sein Kurzzeitgedächtnis nur schwach ausgebildet. Will man einen Hund belohnen (oder auch bestrafen) so muss dies innerhalb von 0,7 Sekunden geschehen, damit der Hund noch weiß wofür. Da diese Zeitspanne sehr kurz ist kann man auch noch nach max. 2 Sekunden reagieren.  Hier machen viele Hundehalter immer wieder Fehler. Wenn ich meinen Hund rufe und er kommt erst beim dritten Mal, nutzt es nichts ihn nun zu bestrafen, er verknüpft dies dann mit dem „Kommen" und wird in Zukunft noch später zu mir kommen. Ich muss ihn also „Loben" weil er ja gekommen ist. Das mit dem Loben ist auch so eine Sache. Viele Hundehalter loben nicht mehr wenn der Hand gelernt hat was man von ihm will. Keiner dieser Hundehalter würde umsonst arbeiten, aber von ihren Hunden wird dies verlangt.
Ein weiterer Fehler ist dem Hund einen Grundgehorsam beizubringen und wenn er dann alles kann was wir möchten ihn nicht mehr zu beschäftigen. Diese Hunde verdummen und werden mit der Zeit sogar verhaltensauffällig. Füttern und Gassi gehen alleine reicht nicht!!!
Gibt unser Hund Pfötchen, so mag er es nicht, wenn wir die Pfote festhalten. Dies liegt daran, dass die Knochen in der Pfote nur so dick wie ein Streichholz sind und der Hund Angst hat wir könnten dies dünnen Knochen brechen.
Unsere Hunde erwarten von uns, dass wir ihnen Sicherheit vermitteln. Auch wenn wir innerlich nervös sind, nicht in unserer Mitte so bemerken die Hunde dies ganz schnell. Deshalb sollte man auch keinesfalls mit dem Hund arbeiten wenn wir Alkohol getrunken haben oder krank sind und Medikamente genommen haben, Auch wenn wir uns tagsüber sehr geärgert haben und dadurch schlechte Laune haben gilt: Finger weg vom Hund.


Warum Hunde so viel schlafen


Wissenschaftliche Experimente haben es bewiesen:

Schlaf ist Tieren wichtiger als Nahrung. Durch akustische Mittel werden Hunde vom Schlafen abgehalten: in kurzer Zeit wurde ihre ganze Lebensfunktion gestört. Schäden durch Übermüdung führen verhältnismäßig schnell zum Tod. Hunde können viele Tage ohne Futter, sogar ohne Wasser am Leben bleiben, sie sterben jedoch innerhalb weniger Tage, wenn ihnen der Schlaf vorenthalten wird, Dabei ist der Schlaf der Tiere sehr verschieden vom Schlaf des Menschen.

So ist der Hund, von seiner Abstammung her, ein Tagdöser. Er kann in wenigen Sekunden schnell einschlafen und ist dennoch, im Bruchteil einer Sekunde, bei ungewohnter Annäherung oder Witterung wieder hellwach. Deshalb braucht der Hund mehr Schlaf als der Mensch. Sicher wundern sich viele Hundefreunde, dass ihr Schützling von 24 Stunden oft 20 verdöst. Das ist ganz gesund so.

Auch der Hund träumt und schnarcht wie der Mensch. Er bellt, winselt im Traum, schlägt mit den Läufen, und zuckt am ganzen Körper Der Hund träumt schwerer und häufiger als der Mensch. Auch das Tagesleben wirkt sich auf einen Hundetraum stärker aus. Nach "großen Erlebnissen", einer erfolgreichen Jagd oder deftigen Rauferei träumt der Hund noch häufiger und intensiver. Er fällt von einem Traum in den anderen.

Hundefreunde wissen es:
Wird der Hund aus seiner gewohnten Umgebung gerissen, z, B. durch eine Reise, so braucht er oft Tage, um sich wieder auszuschlafen. Deshalb muss jeder Hund ein Plätzchen haben, an dem er sich sicher fühlt, sich ausruhen kann und das ihm gehört. Wir sollten es ihm auch geben!

Wolf und Hund in der Ernährung


 
 
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